Fahrrad / Fahrräder
Der Mensch hatte seit jeher den Drang, sich schneller fortzubewegen, als es ihm seine Füße erlauben. Daher erfand er im 19. Jahrhundert das uns heute bekannte Fahrrad. Um genauer zu sein, erfand Karl Drais im Jahre 1817 das erste Fahrrad, welches auf dem Prinzip von zwei Rädern basierte. In den Anfangszeiten musste sich der Benutzer eines Fahrrads allerdings noch mit den Füßen vom Boden abstoßen. Diese „Laufmaschine“ wurde in der Presse später nur noch Draisine genannt. In der heutigen Zeit haben sich das Aussehen und die Funktion des Fahrrads sehr gewandelt. Nachdem fünfzig Jahre nach Drais die ersten Fahrräder mit Pedalantrieb erfunden wurden, gibt es in der heutigen Zeit verschiedene Fahrräder zu den unterschiedlichsten Anlässen. So gibt es Rennräder oder Mountainbikes, Tandems oder Klappräder. Rennfahrräder sind heute hochtechnische Gefährte, die mithilfe der Raumfahrttechnik konzipiert werden. So wiegt ein professionelles Rennrad dank Karbon nur noch einige wenige Kilogramm. Außerdem ist es im Windkanal auf einen optimalen Luftwiderstand überprüft worden und bietet dem Fahrer ein Optimum an Windschnittigkeit. Mit professionellen Rennrädern lassen sich Geschwindigkeiten eines Automobils erreichen. Das wohl bekannteste Radrennen der Welt ist die Tour de France – gleichzeitig auch eine der härtesten Rundfahrten für Fahrradfahrer. Ein Trend, der sich vor allem in den letzten zwanzig Jahren durchgesetzt hat, sind Mountainbikes. Mit ihnen kann man durch unwegbares Gelände fahren. Mountainbikes verfügen über einen gestärkten Rahmen und luftgefederten Gabeln und sind außerdem mit speziellen, breiteren Reifen ausgerüstet. So lässt es sich mit diesen Fahrrädern einen Berg hinauf oder herunter fahren, ohne dass das Fahrrad größeren Schaden nimmt. Mittlerweile ist die Disziplin des Mountainbike Fahrens sogar olympisch. Der Otto Normal Verbraucher legt sich meistens ein ganz normales Fahrrad zu. Dieses kann entweder für Herren oder für Damen gekauft werden. Der Unterschied liegt in der Querstange. Diese ist bei dem Damenfahrrad gesenkt, so dass der Aufstieg auf das Gefährt erleichtert wird. Ansonsten ist das Fahrrad dadurch gekennzeichnet, dass es über einen Sattel, eine Vorder- und Hinterbremse sowie über eine Gangschaltung verfügt. Letztere kann mit drei oder sogar mit bis zu 21 Gängen ausgestattet sein. Je mehr Gänge ein Fahrrad hat, desto präziser lässt sich der Kraftaufwand regulieren. Im Segment der Gangschaltungen für Fahrräder gibt es eigentlich nur drei große Hersteller, die um die Gunst der Kundschaft buhlen. Das ist zum einen Shimano aus Japan, Campagnolo aus Italien und SRAM aus den USA. Im Prinzip werden die meisten Fahrräder aber mit Gangschaltungen von Shimano ausgestattet, da der japanische Konzern mittlerweile eine Art Monopolstellung eingenommen hat. Dies wird, ähnlich wie in der Computerbranche bei Microsoft, oft kritisiert. Es gibt sowohl spezielle Gangschaltungen für Rennfahrräder als auch für Mountainbikes. Die Gangschaltung verfügt in der Regel über verschiedene Zahnräder, die am Vorder- und am Hinterrad befestigt sind. Je nach Übersetzungsgrad muss der Radfahrer mehr oder weniger Energie auf die Pedale übertragen. Professionelle Radfahrer schaffen übrigens eine konstante Leistung von etwa 400 Watt, was
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